Tagebuch. Vielleicht sucht sie meinen Blick nur, um sich zu vergewissern, dass ich den ihren nicht suche. Was aber wäre, wenn ich ihren Blick richtig gedeutet hätte? Sie will vielleicht mein Interesse eindeutig in meinem Blick erkennen. Sie will vielleicht Worte hören, die meine Sympathie ausdrücken, oder freundliche Augen vielleicht, sie will sich gesehen fühlen, auf eine nicht triviale Art. Dann schließen wir vielleicht einen zarten Pakt aus Lächeln, und Worten, und Blicken. Oder sie will vielleicht meine neugierigen Hände überall auf ihrem Leib, anfangs an Gesicht und Haar, später an Schulter und Arm. Oder sie vill geküsst werden, zunächst ganz harmlos nur, auf Stirn oder Haar. Oder sie will vielleicht Worte hören, die mein Begehren ausdrücken. Sie will mir vielleicht etwas Explizites ins Ohr flüstern. Sie will vielleicht mein Begehren durch meine Hände spüren, meine Hände zunächst an ihren Händen. Ihre Hände brennen vielleicht darauf, meinen Körper zu erkunden, erst Hände, Arme, Schultern. Sie will vielleicht mit ihrem Bauch mein Atmen spüren. Oder vielleicht will sie mir ihre Brüste zu spüren geben. Sie will vielleicht ihren Körper an meinen drücken und kurzatmig werden dabei, zunächst bekleidet, später unbekleidet. Oder sie will vielleicht meinen Leib erkunden, sie will vielleicht wissen, wie ich rieche und schmecke, überall, von oben bis unten, auch die geheimen Stellen. Oder sie will vielleicht von mir verrückt gemacht werden. Oder vielleicht will sie im Nacken geleckt werden, oder unter der Achsel, oder auf der Brust, oder zwischen den Zehen. Sie will vielleicht mein Begehren anstacheln, bis ich keuche und Dinge sage, die wir beide in diesem Moment vielleicht ganz rein und unschuldig finden. Sie will vielleicht mein Begehren an sich spüren, es mit den Händen prüfen, oder vielleicht mit dem Bauch necken, oder vielleicht mit den Pobacken auf eine harte Probe stellen. Sie will vielleicht, dass ich von hinten ihre Brüste knete. Oder sie will vielleicht meine Latte in sich haben. Oder sie will vielleicht bis zum Äußersten gehen. Ihr Lächeln hat vielleicht etwas Einladendes, und zugleich etwas Fragendes, und vielleicht auch etwas Unsicheres.
Zeitvertreib Phantasieren
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