Zum Inhalt springen
Zurück

Marktübersicht

Zuletzt geändert:

Tagebuch. Drei Yoga-Möglichkeiten gibt es in meinem näheren Umkreis. Drei erstaunlich modern wirkende Webauftritte, sogar mit Videos. Was ist an einem modernen Webauftritt eines Yoga-Studios eigentlich erstaunlich? Natürlich haben die nicht schon seit Beginn des World Wide Web eine Homepage. Natürlich sind die erst voriges Jahr darauf gekommen, eine Homepage machen zu lassen, und ja, selbstverständlich haben sie dann eine ganz moderne gekriegt.

Betont helle Webseiten mit ausschließlich hellen Bildern, darauf freundliche, erstaunlich bodenständig wirkende Menschen, meist weiblichen Geschlechts, nahezu ausschließlich sportlich-schlank, die Frauen vorzugsweise in sehr engen Sachen, die wenigen Männer eher schlabbrig. Ja, auch Männer. Der Yoga hat offensichtlich seinen schlechten Ruf verloren.

Es gibt nicht das eine Yoga, es existieren zahlreiche Yoga-Arten, und was ich für das schlechthinnige Yoga halte, nennt der Fachmann Hatha-Yoga. Lerne ich ein traditionelles Yoga, würde ich die indische Weisheit möglichst unverfälscht einsaugen. Vielleicht würde mich die indische Folklore und das hinduistische Brimborium aber auch nur abschrecken. Lerne ich ein modernes Yoga, würde ich dort abgeholt, wo ich stehe, und fände leichter den Zugang. Vielleicht ist die Modernisierung des Yoga aber auch eine Verfälschung und Verflachung.

Jeder Yoga-Anbieter tritt sachlich und zurückhaltend auf. Die Besonderheiten der Yoga-Richtung werden benannt und nüchtern beschrieben, in einer Sprache, von der ich das Gefühl habe, sie zu verstehen. Keine der Schulen behauptet von sich, den einzig wahren Yoga zu lehren oder die alleinig richtige Schule zu sein. In diesem Punkt werde ich angenehm enttäuscht.


Schlagworte