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Atem folgen

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Tagebuch. Dem Atem folgen, so würde ich die heutige Meditationsanleitung zusammenfassen. Natürlich auch Yogasitz, Augen geschlossen, und so weiter, das Gleiche wie immer, aber dem Atem zu folgen, das war mir neu. Liste der Formulierungen, die ich bereits gehört habe: Die Achtsamkeit auf den Atem legen, bewusst atmen, mit dem Atem sein, sich auf den Atem konzentrieren, den Atem fühlen. Ich kann mir noch am ehesten etwas darunter vorstellen, mich auf den Atem zu konzentrieren, und so habe ich es auch heute wieder praktiziert. Mich zu konzentrieren, darin bin ich seit den ersten Schuljahren bestens geübt. Eine reine Willenssache. Ich sammle alles ein, was ich bin und will, und werfe es auf die eine Aktivität, auf die ich mich gerade konzentrieren will, und dann tue ich es mit voller Kraft. Bezogen auf das Atmen bedeutet das, ich nehme das Atmen irgendwie in die Hand. Das ist jetzt leider genau so ein Yogalehrer-Sprech wie das Gelaber von Shunya immer, besser formulieren kann ich es nicht. Ich sorge dafür, dass ich tief und gleichmäßig atme. Je angestrengter ich atme, desto mehr ist mir mein Atmen bewusst, und genau darum scheint es ja zu gehen. Natürlich verliere ich mich fortwährend in irgendwelchen meist x-beliebigen Gedanken, soll wohl ganz normal sein, selbst den Fortgeschrittenen passiert das angeblich noch. Dabei verliere ich dann den Kontakt zum Atem und vergesse, bewusst zu atmen. Aber sobald ich es bemerke, übernehme ich wieder die bewusste Kontrolle.


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