Webster führt ein Tagebuch, nicht regelmäßig, sondern gelegentlich, wenn er sich mit irgendwelchen Gedanken herumschlägt. Die Einträge sind dementsprechend oft suchend und fragend, meist länglich. Er schreibt mit der Hand in eine dieser Kladden, die man in der Palette für kleines Geld kaufen kann.
Man kann sein Tagebuch von beiden Enden her lesen. Auf den vorderen Deckel hat der Hersteller ein überkommen wirken wollendes Etikett aufgedruckt, in das Webster TAGEBUCH geschrieben hat. Auf den hinteren Deckel hat Webster selbst ein Etikett geklebt, eines, das vielleicht ursprünglich für Marmeladengläser gedacht war, und hat darauf geschrieben: VERMÄCHTNIS.
Nicht Das Vermächtnis, weil das zu romanhaft klingen würde. Und schon gar nicht Mein Vemächtnis, weil das an Adolf Hitler erinnert. Hier hält er eine Auswahl seiner Erkenntnisse und Einsichten fest, nämlich die, von denen er glaubt, dass sie es wert sind, ihn selbst zu überleben.