Vielleicht wird in dem Museum des Vororts verzweifelt Geschichte korrigiert und trotzig der von der großen Stadt diktierten Version widersprochen, wonach der Erfinder der Sockenstrickmaschine ein Sohn der großen Stadt gewesen sei. Richtig ist vielmehr, dass dieser große Erfinder ein Sohn des Vororts ist, der zur Zeit der Erfindung der Sockenstrickmaschine noch weit davon entfernt war, eingemeindet zu werden, sondern ein eigenständiger Ort war mit bischöflich garantiertem Marktrecht, und nicht nur ein Ortsteil. Vielleicht können die hohen Herren der großen Stadt unser Territorium einverleiben, unsere Einwohnerzahl sich hinzuaddieren, unsere Steuern einkassieren, aber unsere historische Großartigkeit, die kriegen sie nicht. Vielleicht wird diese These noch unterstrichen durch einige delikate Vorortensien, etwa die für diesen Ort einige Zeit typisch gewesene Fensterlädenbemalung, oder eine Tuschzeichnung eines berühmten Arztes, die ein Panorama des heutigen Vorortes, damals noch Ortes, von der anderen Seite des Flusses aus gesehen zeigt. Nicht immer nur die große Stadt von uns aus gesehen, ha, da hab ihr’s!
Museum
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