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Kulturangebote

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Die Stadt unterhielt vielleicht ein Theater, dessen Intendanz mittlerweile bereits seit Jahren ein abgetakelter Hollywood-Regisseur innehatte. Vielleicht gab es daneben ein städtisches Opernhaus, oder war es eine Ballettbühne, oder beides im Wechsel, jedenfalls bei den Kritikern gut beleumundet, zumal der Leiter ein sehr geschätzter Komponist neuer Musik war, wobei neu bedeutete, dass da Klänge strukturiert wurden, die man normalerweise vielleicht nicht der Musik zugerechnet hätte. Daneben gab es mehrere private Theater, die möglicherweise nicht ausschließlich im komischen Bereich angesiedelt waren und nicht ausschließlich mundartliche Stücke aufführten. Außerordentlich weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt war das Musical-Theater, in dem seit Jahren das selbe Musical von ständig wechselnden Darstellerinnen dargeboten wurde, dessen hemmungslos romantische Handlung, obzwar für einen amerikanischen Markt konzipiert, beim jüngeren wie beim älteren Publikum bestens ankam. Vielleicht gab es ein, vielleicht zwei Museumshäuser, deren Funktion als Kunst- oder Design- oder Technik-Museum nicht ganz klar war, vielleicht alles zugleich und durcheinander, oder irgendwie wechselnd nach einem System, das man nicht durchschaute. Die Zahl der ansässigen Kunstgalerien war landesweit wohl überdurchschnittlich. Das ging nach allgemeiner Einschätzung auf die Kunstakademie zurück. Wer Erbauung suchte, konnte zumindest Unterhaltung finden.


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