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Konsum

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Von der Fußgängerzone der Stadt wurde gesagt, wenn man sie gesehen hatte, dann habe man vielleicht halb Europa gesehen, so verwechselbar erschien sie mit ihren Sparkassen und Banken, ihren internationalen Textilhäusern, die ihre Artikel entweder so günstig oder so teuer anboten, dass man sich möglicherweise fragen musste, wie diese Preise möglich und gerechtfertigt waren, mit ihren schaufensterlosen Drogeriemärkten und riesigen Filialen einiger europaweit agierender Lebensmittelketten, vor denen gebeugte Gestalten einen metallenen Tausendfüßler, bestehend aus unvorstellbar vielen kopulierenden Einkaufswagen, vom Parkdeck zurück in den Eingangsbereich quälten. Etwas weiter außerhalb hatten sich Autohäuser angesiedelt, deren Geschäft, der abgeschiedenen Lage zum Trotz, bestens florierte, vielleicht weil wer sich einen Neuwagen kaufte, bereits ein Auto besaß und die abseits gelegenen Verkaufstempel mühelos erreichen konnte. Ebenfalls in der Nähe des ehemaligen Stadtrands waren verschiedene Möbelhäuser angesiedelt, in denen man mehr schwangere Frauen pro Quadratmeter antraf als irgendwo sonst in der Stadt. Auch Fachmärkte für Bodenbeläge waren beliebte Ausflugsziele, vielleicht dadurch, dass ihnen ständig eine neue Rabattaktion einfiel. Mehrere Baumärkte hielten sich hartnäckig, wo am Wochenende junge Väter riesige Holzzuschnitte in einen vom Baumarkt geliehenen Pkw-Anhänger luden. Wer sein Geld loswerden wollte, konnte konsumieren.


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