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Bildung

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Vielleicht zwei Dutzend Häuser trugen Schilder, deren Inschriften daran erinnerten, dass in diesem Hause der oder vielleicht gelegentlich die So-und-so von dann bis dann gewohnt, geschrieben, geforscht hatte, geboren worden oder gestorben ist. Darunter die größten Namen aus den verschiedenen Künsten und Wissenschaften. Es gab vielleicht weniger als zehn Hochschulen, vielleicht mehr, oder vielleicht irgendwas dazwischen, die Mehrheit davon private, unter den öffentlichen eine regelrechte Universität, eine Fachhochschule und eine Akademie der Bildenden Künste. Die privaten Hochschulen lehrten nicht nur Jura und Betriebswirtschaftslehre, man konnte an der einen oder anderen auch Instrumental-, Schauspiel- oder Tanzunterricht erhalten. Für jedermann offen war die so genannte Volkshochschule, die vielleicht besser Volksschule hätte heißen sollen, und in der man, gegen nicht ganz geringes Entgelt, aber immerhin ohne dass man irgendwelche über die Zahlungsfähigkeit hinausgehenden

Zulassungsvoraussetzungen hätte erfüllen müssen, so ziemlich jede Sprache dieses Planeten lernen und sich die Grundkenntnisse so ziemlich jeder denkbaren Kunst, einschließlich der Heilkunst, aneignen konnte. Hier holten Handwerksmeister im Blaumann das Abitur nach, hier übten Pubertierende mit schriller Haartracht sich im Emaillieren, und an den Vormittagen drehten rundliche Frauen die Töpferscheibe. Wer sich bilden wollte, konnte sich bilden, vielleicht nicht immer, aber doch zumeist unter der Voraussetzung, dass die Kasse stimmte.


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