Der Laberer tippte ihm auf die Schulter, das erschreckte ihn wie ein Schlag auf den Rücken. Dumm sein und Tessosseron haben, deklamierte der Laberer, das issas Glück.
Das ist das Unglück, was weißt denn du.
In den Tiefen der Seele habe er geforscht, aus den Abgründen des männlichen Gemüts tauche er auf, und er verkündige eine große Freude: Zwischen Männlein und Weiblein gebe es keine Zivilisation, das sei schon immer so gewesen, uraltes Koboldsgesetz, und werde für alle Zeiten so sein.
Lebensweisheit für Dummies, meine Fresse, du hast mir gerade noch gefehlt.
Die Mann-Frau-Sache, er nenne sie nicht Liebe, nicht Erotik, und auch Verlangen nicht, er nenne sie nicht Sex, die Mann-Frau-Sache, doch sei sie
Schonmal was von der Mann-Mann-Sache gehört, von der Frau-Frau-Sache? Von der Irgendwas-Dazwischen-Sache?
Es gebe einen Gott der Nenn-sie-wie-du-willst-Sache, und er, der Laberer, sei sein Prophet. Und der heiße nicht Wunder-Rat, nicht Gott-Held, nicht Ewig-Vater, auch nicht Friede-Fürst, er werde genannt weder Amor noch Cupido, sondern er heiße einzig und allein Instinkt, und die Herrschaft ruhe auf seiner Schulter, Instinkt, er sei gepriesen jetzt und immerdar.
Amen, und verscheuchte ihn mit einer Armbewegung.
Die Kurzhaarige hatte dem Laberer inzwischen sein nächstes Helles hingestellt, er zog es etwas fahrig zu sich heran, allerhand Schaum pladderte über, den er mit der Handkante ins Glas zurückfegte.
Er machte listige Schweinsäuglein und drohte scherzhaft mit dem Zeigefinger. Bisschon immern Ignorant gewesn, wirschon sehn, und dann endlich trollte er sich schwankend und suchte sein nächstes Opfer.