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Heimweg

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Einen Brandy und zwei lange Stücke später verließ Webster den Club. Er war sich jetzt sicher. Die Pianistin war eifrig bemüht, mit Erfindungsreichtum zu glänzen. Sie wollte zeigen, was sie draufhatte. Webster hatte sie nie zuvor gehört und kannte ihren Namen nicht. Edle Einfalt, stille Größe, wie Fanny immer sagte, die Pianistin wußte nichts davon. Schlichtheit, Langeweile. Vielleicht war sie neu im Geschäft? Schade. Eine Angeberin.

Der Saxofonist war anders, nicht so angeberisch. Eigentlich gar nicht. Eher ironisch. Ja, genau. Nicht eitel, sondern süffisant. Etwas Absichtsvolles lag in seinem krassen ruppigen Ton. Eine Verweigerung. Er spielte willentlich und absichtlich genau so, wie man es von einem Saxofon nicht erwartete. Als ob er seinen Saxofonlehrer provozieren wollte. Als ob er sich über Websters Hörerwartungen lustig machen wollte. Und er hatte Recht. Man war enttäuscht, weil man nicht eingeschmeichelt wurde, wie man es erwartete. Man musste zugeben, dass er ein verdammt kluger Mann war, dieser Saxofonist. Er kannte Webster besser als Webster sich selbst. Stimmte schon: Webster wollte ein möglichst warmes, weiches, wohltönendes Saxofon. Kuschel-Sax.


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