Es war die Hübschere, die mit den hochgesteckten Haaren, die ihm jetzt das neue Glas hinstellte, und sie tat das mit fast keinem Ausdruck, und wenn Webster da doch etwas in ihrem Gesicht lesen konnte, so war es der etwas nonnenhafte Stolz der Selbstüberwindung, eine hochmütige Großzügigkeit, die darin bestand, dass sie auch ihm, Webster, selbst ihm, ein Bier gab, obwohl er viel zu alt war für dieses Lokal, und auch sonst nicht dazugehörte mit seiner Mittelklasse-Durchschnittlichkeit.
Er merkte wohl noch, das irgendwas mit ihm passierte, etwas Seltsames, das eigentlich nicht geschehen durfte und dennoch geschah und nicht zu ignorieren war, überwältigend und beängstigend, und großartig zugleich, und das kam nicht von den Pilsken, so weit kannte er sich aus.
Er wurde nur ein paar Jahrtausende älter, und konnte sie spüren und ihr Grölen hinter sich hören, die Urahnen, seine brunftigen Vorfahren, und in seinem Primatenhirn schäumte das Blut, vom Begehren berauscht, schlimmer als vom Bier,
Die abgelehnte Wahrheit über ihn: es gab einen unzivilisierten Teil in seiner Person, der jeglicher Domestizierung widerstanden hatte. Weibliche Anziehungskraft brachte ihn in Kontakt mit einem wilden Anteil seiner Persönlichkeit, der von jedem Detail ihrer kleinen Leiber hypnotisiert war und zutiefst berauscht, und sich imstande sah, über jede von ihnen herzufallen, noch in derselben Nacht. Dass er es nicht tat, war reine Körperbeherrschung. Ihn schauderte.
Klar, er war betrunken, aber er war ein guter Trinker, ein Säufer von Format. Man würde es ihm nicht anhören, seinem Tonfall nicht und wohl auch nicht dem, was er sagte. Man könnte es auch seinem Gang nicht ansehen. Er würde vielleicht öfter als sonst einen Versprecher nicht bemerken und nicht korrigieren, sich vielleicht sogar öfter als sonst versprechen, aber lallen würde er nicht, nicht er. Und bevor er torkelte, würde er das Bewusstsein verloren haben.